Aktueller Call

Der Call for Papers für die 21. Ausgabe ist beendet.

Auf unseren Call "Lehre in Zeiten von Corona" erhielten wir 65 Einreichungen. Wir freuen uns sehr über das überwältigende Interesse an der nächsten Ausgabe der Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik. Herzlichen Dank dafür.

Die erste Begutachtung der eingereichten Beitragsvorschläge im Herausgeber*innenkreis zeigte bereits: Ein Heft reicht nicht! Zu viele wertvolle Erfahrungen sind hier versammelt, auf die wir ungern verzichten möchten. Wir überlegen nun, wie die Publikation der Beiträge sich so gestalten lässt, dass möglichst viele der vielversprechenden Beitragsvorschläge zu Wort kommen können. Über das Ergebnis unserer Überlegungen informieren wir zeitnah.

 

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CfP der Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik: Lehre in Zeiten von Corona – eine Reflexion, Evaluation und Dokumentation
(herausgegeben von Thomas Knaus, Thorsten Junge und Olga Merz)

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Themenschwerpunkt der nächsten Ausgabe der Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik ist die Lehre in Zeiten von Corona – wir werden darin die Erfahrungen der zurückliegenden Monate reflektieren, evaluieren und dokumentieren. Dabei ist die Anspielung auf den Roman Die Liebe in den Zeiten der Cholera bewusst gewählt, denn in dem Klassiker von Gabriel García Márquez (1985) geht es um ein „Grundproblem des Fortschritts: die Ablösung der altvertrauten Arbeits-, Wirtschafts- und Bewegungsformen durch neue Techniken“ (Reinstädler 2020). Im Sinne von Lessons Learned möchten wir die zahlreichen guten Ideen, innovativen Konzepte, aber auch Notlösungen festhalten, die vielerorts zwar sehr kurzfristig entstanden sind, die aber tradierte Praxen infrage stellten, neue (mediale/technische) Möglichkeiten aufgriffen und dadurch Lehr-, Lern- und Bildungsprozesse mitunter sogar verbesserten. Neben Erfahrungsberichten sollen auch die daraus entstandenen Impulse zum Um- und Weiterdenken von Lehre, Unterricht und Bildungsprozessen in der geplanten Ausgabe diskutiert und dokumentiert werden.

Seit über einem Jahr bestimmt die Pandemie unser Leben und der Wunsch nach einer Rückkehr zur „Normalität“ ist allgegenwärtig. Doch was ist überhaupt noch ‚normal‘? Krisen sind Scheidewege, an denen wir Gewohntes überdenken und dadurch uns selbst, aber auch unsere Gesellschaft weiterentwickeln können. Sollten wir also statt eines unreflektierten back to normal nicht vielmehr kritisch prüfen, welche Lehren wir aus der Krise gewinnen können, um gesellschaftlich brennende Themen wie den digitalen Wandel und Bildung voranzubringen? Deutlich ist jetzt schon: COVID-19 wirkt in vielen gesellschaftlichen Bereichen wie ein ‚Brennglas‘ und bestehende Problemlagen werden in besonderer Weise deutlich.

Einige Stimmen behaupten, dass die Pandemie die so genannte ‚Digitalisierung‘ von Schulen und Hochschulen voranbringen würde (vgl. u. a. Hummrich 2020). Doch kann Notfall-Fern-Unterricht oder Online-Lehre wirklich den überfälligen „digitalen Wandel in Bildungseinrichtungen“ (Knaus/Engel 2010–2020) befördern? Immerhin zeigen unsere eigenen Erfahrungen und auch die (meisten) Lehrevaluationen der letzten beiden Semester, dass Online-Lehre weitgehend funktionierte und die Semester keine ‚verlorenen‘ waren, wie einige zu Beginn der Pandemie noch befürchteten. Und das trotz oft schwieriger Rahmenbedingungen wie überlastete Learning-Management- oder Videokonferenzsysteme, unklare Vorgaben vonseiten der Ministerien bis hin zu einschränkenden oder schlicht missverstandenen Datenschutzbestrebungen. Auch Lehrer*innen an Schulen hatten zu kämpfen, da sie entweder ohne oder mit einer noch weniger geeigneten technischen Ausstattung Notfall-Fern-Unterricht angeboten haben – zumindest ihre Schüler*innen mit Aufgaben versorgten und teils auf sehr kreativen Wegen (offline wie online) mit ihnen in Kontakt geblieben sind. Dabei sorgten gerade die Online-Medien oft dafür, dass wir trotz physischem ‚Distancing‘ nicht auch sozial isoliert wurden.
Kurz: Die Lernkurven aller Beteiligten waren steil und es liegt nahe, den gesammelten Erfahrungen aus diesem unfreiwilligen Großexperiment nachzuspüren und dessen Erfolge wie auch Misserfolge zu reflektieren, zu evaluieren und zu dokumentieren. Ziel dabei ist die Beantwortung der Frage, wie die zahlreichen Ideen, Konzepte und Notlösungen auch nach der Pandemie zum Neu- und Weiterdenken von Lehre und Unterricht anregen können.

Die Medienpädagogik setzt sich bereits seit vielen Jahren mit dem digitalen Wandel unserer Gesellschaft auseinander. Der aktuelle pandemieinspirierte Diskurs wirkte aber auch für medienpädagogische Praxis- und Forschungsfelder wie ein Katalysator. Konzepte des Lernens mit digitalen Medien, die in zahlreichen Projekten entwickelt und partiell oder regional erprobt wurden (vgl. Engel/Knaus/Thülen 2014; Junge/Niesyto 2020), wurden nun einem umfassenderen Praxistest unterzogen. Dabei zeigte sich u. a., dass alle beteiligten Akteur*innen Medienkompetenz benötigen, um mit den veränderten Kommunikationsstrukturen in Gesellschaft und Bildungskontexten umzugehen, denn schließlich basieren Lehr- und Lernprozesse wie auch soziale Teilhabe im Allgemeinen auf gelingender Kommunikation. Es stellt sich also nicht nur die Frage, wie Schulpädagogik und Unterrichtsentwicklung sowie Hochschuldidaktik von den neuen Erfahrungen profitieren, sondern auch, wie die neuen Impulse die Medienpädagogik in Hochschule, Schule und weiteren Bildungskontexten (vgl. u. a. Rummler et al. 2020) sowie die medienpädagogische Forschung befördern können.
Mit diesem Call laden wir Kolleg*innen aus Hochschulen und Universitäten, Lehrende in Schulen sowie Studierende und Praktiker*innen aus der (medien-)pädagogischen Praxis dazu ein, sich an der nächsten Ausgabe der Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik zu beteiligen. Mögliche thematische Schwerpunkte und Fragestellungen werden im Folgenden vorgestellt.

 

Online-Lehre und Forschung in Universität und Hochschule

Notgedrungen hat sich die Hochschullehre in den zurückliegenden Semestern umfänglich verändert: Lehrende, die bisher primär Präsenzlehre gewohnt waren, stellten kurzfristig ihre Lehrangebote so um, dass sie sie online anbieten konnten. Nach mittlerweile zwei ‚Onlinesemestern‘ zeigt sich, dass die Umstellung an vielen Hochschulen und Universitäten für Lehrende und Studierende, Beschäftigte in Verwaltung und Unterstützungssystemen (wie Rechen- und Hochschuldidaktikzentren) zwar einen umfänglichen Kraftakt bedeutete, dieser aber auch mit einem enormen Lernzuwachs einherging: Einige Dozent*innen lernten dabei erstmals die Möglichkeiten digitaler Medien kennen. Erste Studien zeigten, dass es gelungen war, der Mehrheit der Studierenden eine adäquate Fortführung des Studiums zu ermöglichen (vgl. u. a. Universität Freiburg 2020; Universität Hamburg 2020; Universität Rostock 2020; Traus et al. 2020). Aber nicht nur die universitäre Lehre, sondern auch die Forschungstätigkeiten waren betroffen: Projektteams waren im Homeoffice, Medienzentren, Bibliotheken, Werkstätten und Labore mussten ihre Präsenzzeiten minimieren, Tagungen und Workshops wurden verschoben oder online durchgeführt und Forschungsaufenthalte im In- und Ausland entfielen.
Wünschenswert wäre nun, die gesammelten Erfahrungen – Erfolge wie auch Misserfolge – festzuhalten, um einerseits künftig auf vergleichbare Herausforderungen reagieren zu können, aber auch, da die gewonnenen Erkenntnisse das Lehren und Forschen in Präsenz bereichern können. Folgende Fragen sind für Beiträge zur pandemiebeeinflussten Lehre und Forschung anschlussfähig:

  • Wie ist die pandemiebedingte Umstellung auf die Online-Lehre gelungen? Welche Konzepte waren erfolgreich und welche scheiterten? Inwieweit konnten Erkenntnisse aus Erfolgen und Misserfolgen gewonnen werden?
  • Wie gingen Lehrende an Hochschulen und Universitäten mit den besonderen Anforderungen um? Welchen Einfluss hatten hierbei die spezifischen Anforderungen der unterschiedlichen Fächerkulturen?
  • Welche Unterstützungsangebote (z. B. vonseiten der Rechenzentren oder Hochschuldidaktikzentren) erwiesen sich als besonders hilfreich? Woran mangelte es? Und woran mangelt es nach wie vor? Welchen Einfluss hatten regulierende Vorgaben (wie Datenschutzbestimmungen)?
  • Inwieweit können die gewonnenen Erkenntnisse für die künftige Gestaltung von Lehre und Forschung nutzbar gemacht werden?
  • Wie erlebten die Studierenden die Online-Lehre? Welche Studierendengruppen konnten sich gut hiermit arrangieren; welche wurden in den zurückliegenden Semestern benachteiligt?
  • Welche Strategien und Strukturen bewährten sich in der Durch- und Fortführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten während der Corona-Krise?

 

(Notfall-)Fern-Unterricht in den Schulen

Im März 2020 mussten die Schulen erstmals aufgrund einer Pandemie geschlossen werden, was – abgesehen von temporären Schulschließungen in Kriegszeiten wegen Kohlemangels – ein Novum darstellte. Ohne lange Vorbereitungszeit wurde der Unterricht als Fern-Unterricht oder ‚Homeschooling‘ fortgeführt und wurde daher sehr unterschiedlich ausgestaltet. Gemeinsamer Nenner war, dass erstmals digitale Medien nicht nur im Unterricht eingesetzt wurden, sondern auch als Möglichkeit, mit den Schüler*innen in Kontakt zu bleiben. Erwartungsgemäß funktionierte dies in den wenigsten Fällen problemlos.
Deutlich wurde, dass Schulen in Bezug auf die technische Ausstattung, organisatorische Rahmenbedingungen (wie eingeschränkte Bewertungsmöglichkeiten oder Unklarheiten bezüglich des Datenschutzes) sowie die Kenntnisstände der Lehrenden für Online-Distanzunterricht während des Lockdowns nicht ausreichend gerüstet waren. Die schon lange diskutierten Defizite der schulischen Medienentwicklung erwiesen sich in der Fortsetzung des Unterrichts unter Krisenbedingungen erwartungsgemäß als große Schwierigkeit: Den Schulen fehlte es an technischem und mediendidaktischem Know-how, vielen Lehrer*innen mangelte es an Erfahrung mit entsprechender Software und nicht zuletzt verfügten auch viele Familien nicht über die notwendigen Breitbandzugänge und Endgeräte. Ungeachtet dessen ist es vielen Lehrer*innen gelungen, innovative Lehr- und Lernkonzepte zu entwickeln und erfolgreich in die Tat umzusetzen, zudem entstanden neue (z. T. überregionale) Vernetzungen und Kooperationen – diese kreativen Beispiele möchten wir gerne sammeln. Beiträge hierzu können sich an den folgenden Fragen orientieren:

  • Wie ist es Lehrer*innen trotz widriger Bedingungen gelungen, den Unterricht fortzusetzen und mit ihren Schüler*innen in Kontakt zu bleiben? Welche Lehr-Lernkonzepte waren zielführend und welche weniger?
  • Welche Lehren lassen sich aus Erfolgen und Misserfolgen ziehen?
  • Wie gingen Lehrer*innen damit um, dass etliche Schüler*innen (insbesondere aus sozio-ökonomisch benachteiligten Familien) nur eingeschränkt oder gar nicht am Fern-Unterricht/Homeschooling mitwirkten?
  • Welche neuen Potentiale des Medieneinsatzes entdeckten Lehrer*innen während der Pandemie? Welche Rahmenbedingungen sind nötig, um diese Potentiale künftig besser nutzbar zu machen?
  • Welche Unterstützungsangebote (z. B. von Schulträgern, Ministerien, Unternehmen oder freien Trägern) haben sich als besonders hilfreich erwiesen? Woran mangelte es oder mangelt es nach wie vor? Welche Regularien haben sich als hinderlich oder hilfreich erwiesen, welche wären überdies nötig?

 

Kinder- und Jugendarbeit, Kulturarbeit, außerschulische Medienpädagogik

Während die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Schule breit diskutiert wurden und auch die Situation an den Hochschulen hinreichend Beachtung fand, wurden weitere Bildungsbereiche kaum in der Öffentlichkeit diskutiert. Gleichwohl waren aber zahlreiche Arbeits- und Betätigungsfelder der Medienpädagogik und Kulturarbeit von den Kontaktbeschränkungen betroffen. Dies ist besonders problematisch für Kinder und Jugendliche aus sozio-ökonomisch benachteiligten Milieus, die „zu Hause weder genügend Raum noch [eine] altersgerechte und sichere Atmosphäre“ (Landesjugendring BW 2020) vorfinden. Es mussten also alternative Angebote geschaffen werden. Medienpädagogische Projekte sowie Projekte der Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit konnten während der Lockerungen im Sommer und Herbst zwar größtenteils durchgeführt werden, aber auch hier gab es Einschränkungen und es stellt sich die Frage, welche Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen unerfüllt blieben. In den Erfahrungsberichten und Reflexionen aus der Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit sowie außerschulischen Medienpädagogik können u. a. die folgenden Fragen zentral sein:

  • Was hat Kindern und Jugendlichen während der Corona-Pandemie gefehlt und mit welchen alternativen Angeboten konnte die Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit hierauf reagieren?
  • Welche besonderen Bedarfe zeigten sich bei medienpädagogischen Praxisprojekten aufseiten der Kinder und Jugendlichen?
  • Welche Herausforderungen musste die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit während der Pandemie bewältigen? Welche Rolle spielten die digitalen Medien bei der Entwicklung von (kreativen) Lösungsansätzen? Inwieweit konnten handlungs- und gestaltungsorientierte Medienprojekte umgesetzt werden?
  • Welche strukturellen Probleme und Unsicherheiten erlebten (v. a. freiberuflich tätige) Medienpädagog*innen während der Pandemie und wie können (langfristige) Lösungsansätze für die Zukunft aussehen?

 

Als Beiträge interessieren uns sowohl theoretisch-konzeptionelle und empirische als auch erfahrungsbasierte Beiträge von Kolleg*innen aus Hochschulen und Universitäten, Lehrenden in Schulen, Studierenden und Praktiker*innen aus der (medien-)pädagogischen Praxis.

Ludwigsburg Contributions to Media Education – LBzM
The Online Journal published by the Interdisciplinary Centre for Media Education & Media Research – IZMM at Ludwigsburg University of Education (ISSN 2190-4790)

[PLEASE SCROLL UP FOR THE GERMAN VERSION]

Call for Papers for the 21st edition of the Ludwigsburg Contributions to Media Education:
Teaching in the Time of Corona – a Discussion, Evaluation and Documentation
(edited by Thomas Knaus, Thorsten Junge and Olga Merz)

 

The focus of the coming edition of the Ludwigsburg Contributions to Media Education is on Teaching During the Corona Pandemic – we seek to use this publication to discuss, reflect upon, evaluate and record the experience gathered by teachers and researchers in recent months. The allusion to the novel Love in the Time of Cholera is intentional: this classic work by Gabriel García Márquez (1985) deals with the “fundamental problem of progress: the displacement of traditional and familiar forms of employment, economics and mobility by new technologies” (Reinstädler 2020). Under the motto lessons learned, we would like to preserve for the record the innumerable good ideas, innovative concepts, and also makeshift solutions which were in many cases conjured at relatively short notice, but which also challenged traditional practices, seized upon new (media-based/technical) opportunities and in doing so helped to improve approaches to teaching, learning and education. In addition to collecting reports of experience in the field, this coming edition seeks to discuss and document the stimuli for change and improvement in the field of teaching to have arisen from the coronavirus pandemic.

For over a year, our lives have been governed by the pandemic; our desire to return to ‘normality’ is ever-present. But what does ‘normal’ mean anymore? Crises are points of divergence at which we have to rethink what is familiar to us and therefore ourselves as well, but which also allow our society to move forwards. Perhaps it therefore makes more sense to invest our critical thought in identifying the lessons we can learn from the crisis and use them to move forwards in pressing issues of public debate – such as the digital transformation and education – rather than simply and thoughtlessly desiring a return to normal. This much is already clear: COVID-19 has acted like a ‘magnifying glass’ in many areas of society, highlighting all kinds of shortcomings with particular clarity.
There are voices which claim that the pandemic will advance the so-called process of ‘digitization’ in schools and in higher education (cf. i.a. Hummrich 2020). But are emergency distance learning and online courses really a force for change in the “digital transformation in educational institutions” (Knaus/Engel 2010–2020)? What our own experience as well as (most) teaching evaluations from the last two semesters show is that online teaching has worked quite well in the main, and that these semesters have not been ‘lost’ as many had feared would be the case at the start of the pandemic. This success has even been accomplished under often difficult structural conditions such as overstretched teaching management or deficient video conference systems, a frequent lack of clear instructions from government ministries, and restrictive or simply misunderstood data protection guidelines. School teachers have also found themselves struggling – either because they had no suitable technical equipment or no equipment at all with which to offer emergency online teaching – but they still managed to provide their students with some tasks to complete and often used highly creative ways (online and offline) of remaining in contact with them. As a result, online media were frequently at the forefront of preventing ‘social distancing’ from becoming social isolation.

In short: The learning curve of all involved has been a steep one. It therefore makes sense to gather the collective experience from this involuntary large-scale experiment and to discuss, evaluate and document its successes and failures. The purpose of doing this is to identify how the numerous ideas, concepts and makeshift solutions that emerged during the pandemic can be used after the pandemic is over to reassess and take forward our thinking about teaching and classroom practice.

Media education has already been working on the digital transformation in society for a number of years. However, the current pandemic-inspired discussion has – for many scholars working in the theory and practice of media education – been something of a catalyst. Approaches to teaching using digital media which had been developed in numerous projects and subjected to partial or local testing (cf. Engel/Knaus/Thülen 2014; Junge/Niesyto 2020) were suddenly the subject of far more comprehensive practical testing. One point this revealed was that all of those engaged in using these approaches required media literacy in order to deal with the changed communication structures in society and education. This is because the processes of teaching and learning, along with participation in society in general, ultimately rely on successful communication. It is therefore not just a question of how classroom education, curriculum development and university teaching methodology can profit from recent experience, but also how the new stimuli for change can serve to ameliorate media education in universities, schools and other educational institutions (cf. i.a. Rummler et al. 2020), as well as media education research.

 

This Call is an invitation to colleagues from universities and higher-education institutions, school teachers, students and other practitioners of media education to participate in the next edition of the Ludwigsburg Contributions on Media Education. Topics and questions of interest are outlined below.

 

Online Teaching and Research in Higher Education

As a matter or necessity, university teaching has had to adapt significantly in recent semesters: Lecturers who were formerly accustomed to face-to-face teaching had to recalibrate their courses at short notice so that they could be offered online. Now, after two ‘online semesters’, it is clear that the requisite changes represented a huge logistical tour de force at many universities and higher education institutions for teachers and students, administrators and support staff (in centers of higher education teaching) alike, but that it was also an enormously beneficial learning experience. Some lecturers had their first experiences of working with digital media and what it has to offer. Preliminary studies show that it was possible to provide the majority of students with a satisfactory degree of continuity in their studies (cf. i.a. Universität Freiburg 2020; Universität Hamburg 2020; Universität Rostock 2020; Traus et al. 2020).
But it was not only university teaching that was affected: academic research activities were also influenced. Project teams were instructed to work from home; media centers, libraries, workshops and laboratories had to reduce their on-campus time to a minimum; conferences and symposia were postponed or held online, and research trips at home and abroad were cancelled.
It would be desirable to collect your experiences – successes as well as failures – on the one hand because they might help us to react adequately to similar challenges in the future, and on the other because the lessons learned might also be a source of enrichment for teaching and research in the face-to-face context when it returns. The following questions are of relevance for contributions on teaching and research during the pandemic:

  • How did you transfer your courses to online teaching in response to the pandemic? Which approaches were successful, and which failed? What did you learn from your successes and failures?
  • How did lecturers at universities and higher education institutions cope with the particular challenges of the situation? What role did the different departmental cultures and their specific requirements play?
  • What kinds of support (e.g. from the university teaching centers) proved to be especially helpful? What deficiencies did there used to be before, and which still continue to exist now? How influential were regulations and guidelines (e.g. data protection provisions)?
  • To what extent can your newly acquired knowledge and skills be usefully applied to your future teaching and research planning?
  • What was the students’ experience of online teaching? Which groups of students adjusted best to the (emergency) online courses; which were disadvantaged in the last couple of semesters?
  • Which strategies and structures proved their usefulness in the conduct and continuation of research projects during the corona crisis?

  

(Emergency) Distance Learning in Schools

March 2020 witnessed schools being closed due to the pandemic for the first time, something which – aside from temporary school closures due to coal shortages during the war – was virtually unprecedented. Without much preparation time, teachers were required to continue their classes as distance learning or so-called ‘home schooling’. The form this took was therefore highly varied. The common denominator was that digital media were not just being used as instruments of teaching and learning in class, but also as a way of remaining in contact with the students. As was to be expected, it was rare for everything to run smoothly.
What became clear was that schools were not adequately equipped to offer online distance learning with respect to their technical equipment, levels of organizational preparedness (such as limited scope for evaluation or a lack of clarity about data protection) or the training of their teachers. As expected, the much-discussed deficits in school-level media development proved to be a huge stumbling block to continuing classes at a time of crisis. Schools lacked technical and media-based teaching skills and know-how, many teachers had little experience of dealing with the requisite software, and many families were simply not in possession of the necessary broadband or technical equipment.
Despite these difficulties, many teachers succeeded in developing innovative approaches to teaching and learning and in implementing them successfully. Furthermore, new networks and collaborations (often further afield) came into being – we would very much like to document these examples. Contributions on (emergency) distance learning and home schooling can be based on the following questions:

  • Despite adverse working conditions, how did teachers succeed in continuing classes and remain in contact with their students? Which approaches to teaching and learning worked well, and which were less successful?
  • What lessons can be learned from these successes and failures?
  • How did teachers deal with the fact that significant numbers of students (especially those from socio-economically disadvantaged families) could only take part in distance learning or home schooling to a limited extent or not at all?
  • What new strategies for using media in the classroom did teachers discover during the pandemic? What needs to change in their overall working conditions to make it easier to implement these strategies more effectively in the future?
  • What support measures (e.g. by school supporting bodies, ministries, businesses or private sponsors) proved to be especially helpful? What deficiencies did there used to be before the pandemic, and which ones still continue to exist now? Which regulations proved to be a help or a hindrance, and what additional regulations might have been helpful?

 

Cultural Activities & Extracurricular Media Education

Whilst the effects of the coronavirus pandemic at schools have been broadly discussed and the situation at higher education institutions has received sufficient attention, other fields of education have been largely overlooked in public discourse. However, numerous areas of work and activity associated with media education and cultural work were compromised by the social distancing measures. This was particularly problematic for children and adolescents from socio-economically disadvantaged sections of society, who have “neither enough space nor an age appropriate and safe atmosphere at home” (The Regional Youth Council of Baden-Württemberg 2020). Alternatives must therefore be provided. Whilst it was still largely possible to offer media education projects as well as projects in child, youth and cultural work when the lockdown was eased in the summer and autumn, these were still limited in nature. The question now remains as to which of these children’s needs was not covered by these projects. First-hand experiences or contributions about child, youth and cultural work or extracurricular media education can be based on the following questions:

  • What did children and adolescents have to do without during the coronavirus pandemic, and what alternatives were provided by child, youth and cultural work in response?
  • What were the particular needs of children and adolescents in practical media education projects?
  • What challenges did the extracurricular child and youth work have to overcome during the pandemic? What role did digital media play in finding (creative) solutions? To what extent was it possible to implement action-oriented and design-oriented media projects?
  • What were the structural problems and what insecurities (e.g. freelance workers) did media educators have to deal with during the pandemic, and what might be the (long-term) solutions for the future?

 

Contributions of interest to us are not only of a theoretical/conceptual and empirical nature. Also of interest are reports of first-hand experience from colleagues at universities and higher education institutions, school teachers, students and practitioners engaged in media education in the field.

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Umfang der Beiträge & Layout | Length of Contributions & Layout

Die eingereichten Beiträge sollen etwa 8.000 bis 30.000 Zeichen umfassen. Nähere Informationen zum Layout sowie eine Formatvorlage/Template erhalten interessierte Autor*innen nach Beitragsankündigung. Beiträge können über folgenden Link eingereicht werden: https://www.medienpaed-ludwigsburg.de/about/submissions

Please submit contributions of approx. 8,000 to 30,000 characters. More detailed information on the layout and access to a style sheet/template is available to authors after giving notice of their intention to submit a contribution. Contributions can be submitted using the following link: https://www.medienpaed-ludwigsburg.de/about/submissions

 

Lizenzierung | Licensing

Die Online-Zeitschrift Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik (ISSN 2190-4790) ist frei zugänglich; die veröffentlichten Beiträge stehen unter folgender Creative Commons-Lizenz: CC-BY-NC-ND.

The Online Journal Ludwigsburg Contributions to Media Education (ISSN 2190-4790) is freely accessible to all; the contributions published here fall under creative commons license CC-BY-NC-ND.

 

Zeitplan | Schedule

  • Die Frist für Einreichungen (Abstracts, max. 2000 Zeichen) ist am 07. März 2021 abgelaufen | The deadline for submissions expired on 7 March 2021
  • bis 20. Juni 2021: Einreichung der Beiträge in OJS | by 20 June 2021: Submission of contributions in OJS
  • Juni bis August 2021: Begutachtung | June to August 2021: Peer review (double blind)
  • bis Ende September 2021: Überarbeitung der angenommenen Beiträge | by end of September 2021: Revisions of contributions accepted for publication
  • Ende November 2021: Produktion & Veröffentlichung | End of November 2021: Production & publication

 

Olga Merz, Thorsten Junge und Thomas Knaus für das IZMM und die Abteilung Medienpädagogik
Ludwigsburg, 07. Februar 2021

 

Quellen | References

Engel, Olga/Knaus, Thomas/Thülen, Katharina (2014): Abschlussbericht Projekt fraLine. URL: pedocs.de/volltexte/2016/11676/pdf/Abschlussbericht_fraLine4_2015_1.pdf 
García Márquez, Gabriel (1985): El amor en los tiempos del cólera, Köln: Kiepenheuer & Witsch.
Hummrich, Merle (2020): Schulbildung auf Distanz – „Beschulung Zuhause“ in Zeiten von Corona. Stellungnahme des Vorstands der Sektion Schulpädagogik in der DGfE. URL: dgfe.de/fileadmin/OrdnerRedakteure/Sektionen/Sek05_SchPaed/2020_Stellungnahme_Schulpaedagogik_Schule_Zuhause.pdf
Junge, Thorsten/Niesyto, Horst (2019): Digitale Medien in der Grundschullehrerbildung. Erfahrungen aus dem Projekt dileg-SL. Schriftenreihe Medienpädagogik interdisziplinär. Band 12. München: kopaed.
KMK (2019): Empfehlungen zur Digitalisierung in der Hochschullehre (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 14.03.2019). URL: kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2019/BS_190314_Empfehlungen_Digitalisierung_Hochschullehre.pdf
Knaus, Thomas/Engel, Olga (2010–2020): Digitaler Wandel in Bildungseinrichtungen (Band 1 bis 7 der fraMediale-Reihe), München: kopaed.
Landesjugendring BW | The Regional Youth Council of Baden-Württemberg (2020): Corona und die Jugendverbandsarbeit. Stellungnahme und Informationen des Landesjugendring BW. URL: ljrbw.de/corona
Reinstädler, Janett (2020): Hoffnungsbuch: Drinnenbleiben als Chance begreifen. In: Saarbrücker Zeitung. URL: saarbruecker-zeitung.de/saarland/saar-kultur/die-liebe-in-den-zeiten-der-cholera-verraet-seuchenfeste-erkenntnis_aid-49678631
Rummler, Klaus/Aßmann, Sandra/Bettinger, Patrick/Wolf, Karsten D. (2020): Stellungnahme des Vorstands der Sektion Medienpädagogik der DGfE zur Covid-19 Situation: Digitale Medien in Bildung und Erziehung: Krisenzeiten verdeutlichen Defizite und Innovationspotenziale. URL: doi.org/10.21240/mpaed/00/2020.07.16.X
Traus, Anna/Höffken, Katharina/Thomas, Severine/Mangold, Katharina/Schröer, Wolfgang (2020): Stu.diCo. – Studieren digital in Zeiten von Corona. DOI: dx.doi.org/10.18442/150
Universität Freiburg (2020): Kurzbefragung der Studierenden 2020. URL: qmlehre.uni-freiburg.de/content-1/pdf-dokumente/berichte-befragungen/stu2020/stu2020-gesamtbericht
Universität Hamburg (2020): Emergency Remote Teaching. URL: hul.uni-hamburg.de/forschung/projektarchiv/ert.html
Universität Rostock (2020): Befragung der Studierenden der Universität Rostock zum Studium während der COVID-19-Pandemie. Gesamtbericht. URL: hqe.uni-rostock.de/storages/uni-rostock/Andere/HQE/Evaluation_Befragung/Coronabefragung/UR_Gesamtbericht_CoronaBefr_oeffentlich.pdf